Die Wallfahrt zur Muttergottes von Todtmoos

Der Legende nach erschien 1255 am „toten Bühl“ in Todtmoos die Muttergottes und veranlasste den Bau einer Kapelle. Sie wurde zum Ziel einer der großen Wallfahrten Südwestdeutschlands und verwandelte sich im Laufe der Jahrhunderte in eine stattliche Kirche. Immer noch zieht das Gnadenbild tausende Menschen in das idyllisch gelegene Hochtal von Todtmoos. Viele von ihnen wählen wieder den Fußweg und wandern – wie die Pilger früherer Zeiten – zu Fuß zur Wallfahrtskirche „Unserer Lieben Frau“.

Das sehenswerte Gotteshaus ist auch für Besucher, die sich nicht für das Wallfahrtsgeschehen interessieren, einen Abstecher wert, liegt es doch nur wenige Schritte von den großen Wanderrouten entfernt. Meister ihres Faches wie die Wessobrunner Stuckateure Hans Michael Hennevogel und Johann Caspar Gigl oder Johann Michael Beer, Johann Kaspar Bagnato und Joseph Salzmann haben sich hier verewigt.

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Gruppenführungen über die Tourist-Info Todtmoos

 

Das Museum Heimethus:
So lebte man „auf dem Wald“

„Auf dem Wald“ oder „uff´m Wald“, wie die Todtmooser sagen – in dieser Redewendung, bereits von Joseph Victor von Scheffel um 1850 verwendet, klingt viel vom früheren Leben der Menschen im Schwarzwald an. Es übt auch im 21. Jahrhundert Faszination auf uns aus: buntes Brauchtum, tiefe Religiosität, handwerkliches Geschick und der Kampf um´s wirtschaftliche Überleben unter klimatisch harten Bedingungen.

All dies wird lebendig im Todtmooser „Heimethus“. Das in einem über 250 Jahre alten und original erhaltenen Schwarzwaldhaus untergebrachte Heimatmuseum liegt nah beim Kurhaus und der Tourist-Info. Die liebevolle Präsentation ermöglicht tiefe Einblicke in die Alltagsgeschichte des Schwarzwalds, seiner Bewohner und ihrer Lebensumstände. Als Station des Glasträgerwegs bietet das „Heimethus“ darüber hinaus die Rekonstruktion eines Glas-Schmelzofens und viele andere Details der einst bedeutenden Schwarzwälder Glasproduktion.

Gruppenführungen und interessante Veranstaltungen finden regelmäßig statt. Informationen dazu sind bei der Tourist-Info Todtmoos
erhältlich.

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Aktuelle Öffnungszeiten erhalten Sie bei der Tourist-Info Todtmoos

 

 

Das Schaubergwerk Hoffnungsstollen

Bereits im Mittelalter wurden im Schwarzwald Silber und Blei aus der Tiefe zutage gefördert – eine Quelle von Reichtum und Wohlstand. Auch im Wehratal träumte man einst vom großen Glück. Bis in die Neuzeit hinein unternahm man immer wieder Versuche, der Erde ihre Schätze zu entreißen. So auch in Todtmoos, wo das Schaubergwerk „Hoffnungsstollen“ dieses Kapitel der Schwarzwälder Bergbaugeschichte beeindruckend dokumentiert. Es begann 1798 mit der Entdeckung von oberirdischen Erzvorkommen in Todtmoos-Mättle. Dort wurden bald Kieserze für das Vitriolwerk in Todtmoos-Schwarzenbach abgebaut. Die Vorkommen waren aber um 1810 erschöpft. Neue Impulse lieferte die Entdeckung von Nickel in den Kieserzen, das zum Härten von Stahl benötigt wurde. Allerdings gelang nur der Abbau kleinerer Mengen. Die Vorkommen waren nicht ergiebig genug. Intensive Untersuchungen wurden noch einmal von 1934 bis 1936 unternommen mit der Anlage von insgesamt 281 m Stollen und 32 m Schächten, doch vergebens. Die Grube wurde 1937 endgültig still gelegt, bis sich Ende der 1980er Jahre ein Kreis begeisterter Todtmooser fand, der in ehrenamtlicher Arbeit die Errichtung eines Schaubergwerks betrieb. Am 16. Juni 2000 erfolgte die feierliche Eröffnung des „Hoffnungsstollen“. Die gesamte Grubenanlage ist familienfreundlich hergerichtet, so dass auch Familien mit Kleinkindern Zugang haben. Der Tiefstollen ist sogar rollstuhlgerecht.

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Nähere Infos bei der Tourist-Info Todtmoos

 

Der Murg-Wehra-Rundwanderweg ist eine Initiative der Städte und Gemeinden Todtmoos, Wehr, Bad Säckingen, Murg, Laufenburg, Rickenbach und Herrischied.
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