Walther von Klingen:
Burgherr und Klosterstifter

Der Minnesänger Walther von Klingen zählte im 13. Jahrhundert zu den großen Persönlichkeiten zwischen Basel und Bodensee. Er war auch Herr auf Burg Werrach, von der aus man einen herrlichen Blick über das Wehratal genießt. Die malerische Burgruine ist durch Fußpfade und Info-Tafeln gut erschlossen. Man gewinnt Einblicke in Walthers Leben, aber auch Einsichten in die Wehrer Stadtgeschichte. Der Sagenpfad am Schlössle umgibt die Ruine Werrach. Er besteht aus farbigen Stahlreliefs, die Sagen aus dem vorderen Wehratal darstellen. Ein Erlebnis für Kinder und Familien.

Burg Werrach ist durch den Wehratal-Erlebnispfad (entlang der Wehra) sowie einen Fußweg am Aufgang zum Hotzenwald mit der am Ortsausgang Richtung Todtmoos gelegenen Wolfgangskapelle verbunden. Hier befand sich einst das Frauenkloster Klingental. Walther von Klingen stiftete es 1256, doch 1274 verließen die Nonnen Wehr und zogen nach Basel. Vom Kloster und seiner stattlichen Kirche sind nur noch die Fundamente im Boden geblieben. Aber eine Dokumentation an der Wolfgangskapelle erinnert an diese ruhmvolle Zeit.

WEITERE INFORMATIONEN

Buchpublikation „Walther von Klingen und das Kloster Klingental“

Infos bei der Tourist-Info Wehr

 

 

Von Webstühlen und Rittersleut´:
Zwei Museen laden ein

Gleich mit zwei Museen wartet Wehr auf. Das Textilmuseum der Brennet AG zählt zu den größten Einrichtungen dieser Art in Baden-Württemberg. Auf weit über 700 m2 dokumentiert es die Geschichte der Textilindustrie am Hochrhein und die Industrialisierung der Region. Lebendig nachgestellte Szenen aus der Produktion, Geräte, Textilien, Musterbücher, Dokumente, Plakate und Fotos sowie Modelle laden zum Verweilen ein.

Wer noch nicht genug hat, kann den Besuch des Textilmuseums mit einem Bummel durch die Wehrer Innenstadt zum Stadtmuseum verbinden. Dort ist – neben anderen Episoden der Ortsgeschichte – das Adelsgeschlecht der Herren von Schönau dokumentiert – bis hin zur Badischen Revolution und dem Revolutionär Gustav von Struve, der 1848 in Wehr verhaftet wurde. Das Stadtmuseum bietet regelmäßig Sonderausstellungen. Eine Schönau-Dokumentation befindet sich in den Gängen des neben dem Stadtmuseum gelegenen Alten Schlosses.

WEITERE INFORMATIONEN

Infos zu Öffnungszeiten und Gruppenführungen bei der Tourist-Info Wehr

 

 

Der Kreuzweg am Humbel:
Klein-Lourdes am Dinkelberg

Als die 1845 geborene Wirtin des Gasthauses Kreuz, Josefine Thomann, nach einer Lourdes-Wallfahrt wieder in ihre Heimat zurückkehrte, brachte sie in ihrem Gepäck eine geweihte Madonnenstatue mit. Die fromme Frau richtete in einer Kalkstein-Grotte am Humbel ein kleines Heiligtum ein, das sich bei den Bewohnern von Öflingen und Schwörstadt großer Beliebtheit erfreut – bis auf den heutigen Tag. Insbesondere die Frauen der Unternehmerfamilie Denk, die unterhalb des Humbel eine Buntweberei betreibt, unterstützten Josefine Thomann und ihr frommes Werk.

In diese Familientradition stellte sich der Vorstandsvorsitzende der Brennet AG, Stephan Denk, als er gemeinsam mit seiner Frau Heidi beschloss, der Arbeitsgemeinschaft „Öflinger Dorf- und Flurkreuze“ bei der Einrichtung des Kreuzwegs am Humbel zu helfen. Er liegt am Wehratal-Erlebnispfad und zählt zu dessen Höhepunkten. Der Kreuzweg besteht aus 15 Stationen auf 8 stattlichen Granitsäulen. Die Bronze-Arbeiten stammen von dem Osnabrücker Bildhauer Walter Mellmann. Der bei der Mariengrotte endende Kreuzweg ist nicht nur als Stätte des Gebets, sondern auch als Ort der Rückbesinnung auf die religiösen Wurzeln unserer abendländischen Kultur gedacht.

WEITERE INFORMATIONEN

Prospekt und Infos zu Gruppenführungen bei der Tourist-Info Wehr

 

 

Der Murg-Wehra-Rundwanderweg ist eine Initiative der Städte und Gemeinden Todtmoos, Wehr, Bad Säckingen, Murg, Laufenburg, Rickenbach und Herrischied.
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