Burgruine Wieladingen:
Burgenromantik im Tal der Murg

Zu den Höhepunkten einer Wanderung durch das Murgtal zählt die auf einem 90 Meter hohen Felssporn gelegene Burgruine Wieladingen. Das ist Burgenromantik pur! Erbaut wurde sie im 12. Jahrhundert von den Herren von Wieladingen. Im Auftrag des Säckinger Stifts sicherten sie von der Burg aus die Hotzenwälder Besitzungen der Stiftsdamen. Aus dieser Schwindel erregenden Höhe konnte man direkt auf die zur Burg gehörenden Lochmühle hinunter- und zum Lehnhof hinauf blicken. Von hier aus war alles unter Kontrolle. Mit dem 1240 urkundlich erwähnten Rudolf von Wieladingen tritt dieses Adelsgeschlecht aus dem Dunkel der Geschichte, um 1418 wieder von der Bühne zu verschwinden.

Viele Herren hatte die Burg Wieladingen. Im 15. Jahrhundert büßte sie ihre strategische Rolle ein und verfiel langsam. Dass sie trotzdem relativ gut erhalten blieb, verdankt sie allein ihrer exponierten Lage. Es war den Bauern unmöglich, sie – wie damals üblich – als Steinbruch zu verwenden. Heute kümmert sich ein Förderkreis um die Erhaltung der Burgruine. Ihm ist es zu verdanken, dass die mit Info-Tafeln versehene Anlage gesichert ist und sowohl vom Murgtalpfad als auch von einem an der Landstraße nach Wieladingen gelegenen Parkplatz aus erreicht werden kann.

WEITERE INFORMATIONEN

Infos unter www.burgruine-wieladingen.de

 

 

St. Gordian und Epimach:
Ein Kunst-Juwel im Hotzenwald

Die Pfarrkirche St. Gordian und Epimach in Rickenbach ist ein echtes Juwel des Hotzenwaldes. Wer würde erwarten, dass hier eine der künstlerisch bedeutendsten Kirchen Südwestdeutschlands steht? Kein geringerer als der berühmte Glaskünstler Emil Wachter hat für die überwältigende Ausstattung der Mitte des 19. Jahrhunderts auf den Fundamenten eines 800 Jahre alten Gotteshauses erbauten Pfarrkirche gesorgt.

Die von ihm entworfenen und von der Glaswerkstatt Isele in Freiburg ausgeführten Chorfenster (1978) und Langhausfenster (1982/83) zu Themen aus dem Alten und Neuen Testament zählen zu den wertvollsten und aufwendigsten Arbeiten des Karlsruher Kunstprofessors. Es handelt sich hierbei um mundgeblasenes, bereits zugeschnittenes Glas, das bemalt, erneut gebrannt und dann in Blei gefasst wurde. Die warmen Farben der Fenster tauchen den Kirchenraum in ein geheimnisvolles Licht und unterstreichen die heilsgeschichtliche Botschaft.

Aufrüttelnd und viele Parallelen zur Säkularisierung unserer Zeit ziehend, sind auch die Ausmalungen des Chores und der Seitenschiffe, die Emil Wachter im Jahr 1986 ausgeführt hat. „Eine Heilsgeschichte in Bildern“ wird den Besuchern geboten und ein Erlebnis moderner Kirchenkunst, das man so schnell nicht vergisst.

WEITERE INFORMATIONEN

Infos und Gruppenführungen bei der Hotzenwald Tourismus Info in Rickenbach

 

 

Attraktion am Murgtalpfad:
Das Energiemuseum Rickenbach-Hottingen

Das im Ortsteil Hottingen gelegene Energiemuseum von Rickenbach zählt zu den Attraktionen des Murgtalpfades. Der an die Landschaft angepasste Holzbau mit seiner weitläufigen Außenanlage liegt ziemlich genau in der Mitte des 25 Kilometer langen Wanderwegs. Dass ausgerechnet hier das Thema „Energie“ museal präsentiert wird, ist kein Zufall. Der Südschwarzwald mit seinen vielen Kraftwerken zählt seit dem Ende der 1920er Jahre, als die Schluchseewerk AG in großem Stil mit der Produktion und Speicherung von Strom begann, zu den großen Energielandschaften Deutschlands.

Besonders attraktiv ist – neben zahlreichen anderen Ausstellungsstücken aus der Geschichte der Stromerzeugung – ein großes Reliefmodell des Südschwarzwalds, das die Standorte der vorhandenen Kraftwerke plastisch darstellt. Dass Energie, obwohl die Umgangssprache etwas anderes suggeriert, nicht erzeugt, sondern nur von einer Form in eine andere umgewandelt werden kann, zeigen die Stationen im Außenbereich des Museums. Laufräder, ein hydraulischer Widder und anderes Gerät laden zum Spielen und Ausprobieren ein – ein Spaß auch für Kinder. Zum Außenbereich zählt das 1908 angelegte Kraftwerk Hottingen. Abgerundet wird die Präsentation durch Schau- und Informationstafeln.

WEITERE INFORMATIONEN

Infos und Öffnungszeiten unter www.energiemuseum-rickenbach.de

 

 

Der Murg-Wehra-Rundwanderweg ist eine Initiative der Städte und Gemeinden Todtmoos, Wehr, Bad Säckingen, Murg, Laufenburg, Rickenbach und Herrischied.
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